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Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte

Ein Bild kann einem Raum Charakter verleihen. Egal, wie ein Zimmer, eine Küche, ein Bad eingerichtet sind – an die Wände gehören Bilder. Moderne Kunst hat in ihrer Abstraktion oft genau die Tonart, die zu jedem Stil einer Wohnungseinrichtung passt. Die Offenheit, die moderne Kunst ausstrahlt, passt zu fast allen Geschmacksrichtungen. Egal, ob Studenten-WG, das erste zu Hause eines frisch verliebten Pärchens oder das neue Eigenheim, es gibt immer eine Wand, die sich nach einem Bild sehnt. Kunstdrucke, die moderne Kunst abbilden, haben immer etwas Authentisches, weil sie sich viel weniger von einem Original unterscheiden als Ölgemälde. Moderne Kunst entsteht oft in mehrfachen Auflagen, wie die Drucke von Andy Warhol, Roy Liechtenstein oder Keith Haring. Somit sind Kunstdrucke dieser Künstler immer auch eine kleine Irritation. Ist das Bild echt? Und gerade die positive Ausstrahlung von Pop Art kann eine positive Stimmung in einem Raum betonen.

Die typischen Motive, die Keith Haring für seine Bilder verwendet, sind in ihrer Lebendigkeit und Kraft einzigartig. Er schafft es mit wenigen Strichen eine Bewegung zu erzeugen, die sich auf den Betrachter überträgt. Manchmal wirken seine Bilder wild und lustvoll, manchmal spricht eine große Poesie aus ihnen. Kunstdrucke von Keith Harding, egal ob gerahmt oder als Poster, sprechen eine sehr lebensbejahende moderne Sprache.
Die Motive von Andy Warhol und Roy Liechtenstein bilden eine bunte Welt des Alltags ab. Oft erinnern sie an Comics, an bekannte Produkte, Gesichter, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Was zu ihrer Entstehungszeit als Avantgarde betitelt wurde, hat heute längst Massentauglichkeit errungen. Die Bilder von Warhol und Liechtenstein sind uns schon oft begegnet und das macht auch ihre Vertrautheit aus. Wir schauen diese Bilder an und fühlen uns zu Hause, wir erkennen etwas wieder, schauen immer wieder hin.
Moderne Kunst kann in jedem Format spannend für die Gestaltung eines Raumes sein. Ein Bild im Postkartenformat neben dem Spiegel kann die gleiche Kraft haben, wie ein Poster über dem Sofa.

Über Kunst lässt sich (nicht) streiten

Die Mona Lisa oder ein Gemälde von Picasso werden wohl die meisten als großartige Kunstwerke bezeichnen. Aber das Graffito an der Straßenecke, ist das Kunst? Hier gehen die Meinungen sicher weit auseinander und vielleicht gerät man sogar in Streit. Warum aber gibt es so unterschiedliche Ansichten zum Thema Kunst? Das wirft die Frage auf: Was genau ist eigentlich Kunst?

Gerade über diese Frage streiten jedoch die Gelehrten. Seit Jahrhunderten schon und auf höchstem Niveau. „Kunst kommt von Können“ heißt es in einer Redewendung. Das ist mit Blick auf den Ursprung des Wortes auch richtig. Das Wort „Kunst“ kommt aus dem Althochdeutschen und ist in der Tat vom Verb „können“ hergeleitet. Es bezeichnete ein spezielles Wissen, die besondere Kenntnis einer Sache und ihr Beherrschen bis zur Meisterschaft. Diese Definition von Kunst spiegelt sich zum Beispiel in Worten wie Dichtkunst, Heilkunst oder auch Kochkunst wider.Im Laufe der Zeit hat sich der Kunstbegriff jedoch verändert. Er wurde zum einen erweitert, gleichzeitig aber auch schärfer abgegrenzt. Viele namhafte Wissenschaftler, Künstler und Philosophen haben die Kunst aus neuen, über den Begriff des Könnens hinausgehenden, Perspektiven betrachtet. Goethe äußerte sich zum Verhältnis von Kunst und Wissenschaft. Er wies darauf hin, dass Wissenschaft die Theorie, das reine Wissen, bezeichnet, Kunst dagegen das in die Tat umgesetzte Wissen sei.

Eine weitere mögliche Sichtweise besteht in der Abgrenzung der Kunst von der Natur. Kunst ist immer etwas vom Menschen Geschaffenes, etwas Künstliches. Wenn man sich aber nur einmal umschaut, wird man sicher zu dem Schluss kommen, dass diese Definition allein etwas dürftig ist. Unser Kunstverständnis weigert sich, jede Plastikblume, Schraube oder Pappschachtel als Kunstwerk anzusehen. Daher wird heute die Kunst auch vom Handwerk oder gar der Industrie abgegrenzt. Immanuel Kant unterscheidet hier nach dem Zweck bzw. Selbstzweck von Kunst. Er bezeichnet das Handwerk als Lohnkunst und die Kunst selbst als „freie Kunst“. Allerdings räumt er ein, dass die Übergänge zwischen beiden durchaus fließend sein können.

Zusammengefasst kann man sagen: Kunst ist menschlich, sie bedarf sowohl des Wissens als auch der Tat, sie ist Selbstzweck und nicht vordergründig als Broterwerb gedacht. Vor allem aber ist sie zuerst einmal vielschichtig.